APOCALYPSE: Schmutzig

Hallo!

Elena North hier.

Ich werde jetzt weitererzählen.

Also, wir konnten endlich wieder richtig gutes Essen zu uns nehmen,

aber alles Andere lag immer noch in Trümmern…

Trotzdem, Johnny und ich wollten eine Familie gründen.

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Auf dem Bild unten seht ihr meinen Erstgeborenen, Patrick, und meine älteste Tochter, Celina, mit dem Puppenhaus spielen.

Wir hatten das aufgestellt, um weiteren Generationen zu zeigen, wie das Leben früher mal war

– vor der Apocalypse, vor dem Atomunfall. .

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Johnny und ich spielten sehr viel Schach. Das war unser Zeitvertreib.

Ansonsten gab es ja nichts.

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Zumindest konnten wir unseren Kindern gutes Essen anbieten.

Darüber war ich so glücklich.

Und es war lebenswichtig, viel frisches, saftiges Obst zu essen.

Ansonsten wären wir nicht nur verhungert,

sondern auch verdurstet.

Denn es gab in Glassbolt nichts Sicheres zu trinken.

Nur die Flüssigkeit in frischem Obst schien sicher zu sein,

und bewahrte uns vor der völligen Austrocknung.

Das wenige dreckige Wasser aus dem Wasserhahn war nicht trinkbar.

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Alles in allem bekam ich in den nächsten Jahren vier Babys

– Patrick, Celina, Carolin und Fabio.

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Patrick.

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Celina.

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Carolin.

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Fabio.

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Schmutzig zu sein war normal. Wir wuschen uns mit dem wenigen Schmutzwasser,

das aus dem Hahn tröpfelte, oder mit kalten Spritzern am Fluss.

Aber das Wasser selbst war schmutzig, deshalb waren wir nie hygienisch sauber.

Das war natürlich ein medizinisches Problem.

Wir waren oft krank, hatten aber keine Heilmittel und Medikamente.

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Natürlich lernten auch unsere Kinder im frühen Alter das Schachspiel.

Die Lieblings-Freizeitbeschäftigung der Familie.

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Alles in allem waren wir eine glückliche Familie…

auch wenn wir inmitten all dem Chaos lebten.

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Mein Sohn Patrick versuchte verzweifelt, etwas Trinkbares zu erfinden,

und experimentierte mit allen möglichen Flüssigkeiten.

Das ständig ausgedörrte Gefühl im Mund quälte ihn… uns alle.

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Ich kochte, so viel ich konnte, und versuchte,

so viel wie möglich von der Flüssigkeit des Essens zu bewahren.

Es war unsere einzige Möglichkeit, an Wasser zu kommen.

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Johnny wurde alt…

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Gut zu schlafen war oft schwer für unsere Kleinen.

Angst vor Monstern unter dem Bett, Angst vor Zombies draußen vor dem Unterschlupf…

… sogar in ihrem jungen Alter fanden sie selten Frieden und Seelenruhe.

Wir liehen ihnen oft unser großes Elternbett, wann immer wir konnten.

Es schien sie etwas zu beruhigen, und sie schliefen besser.

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Auch ich fühlte den Zahn der Zeit an mir nagen…

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Die überbelasteten Waschbecken waren immer mal wieder kaputt.

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Unsere Kinder vergnügten sich gerne mit dem Puppenhaus und lernten, wie das Leben früher war…

… ich wollte, dass sie sich daran erinnerten, auch wenn sie es nie selbst erlebt hatten. Geschichten und Märchen… aber sie mussten den Traum kennen, um ihn wieder zu verwirklichen.

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Patrick lernte, einfache Mahlzeiten zu kochen…

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Unsere Männer im Haus stanken oft zum Himmel.

(Und nicht nur die Männer…)

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Dann war es eines Tages für Johnny Zeit, ins Licht zu gehen.

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Der Alterstod holte ihn von uns.

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Ich brach natürlich in Tränen aus… mein Johnny tot!!!

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Aber ich musste stark bleiben, für meine Familie.

Meine Kinder brauchten mich…

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Ich schwöre, manchmal konnte ich Johnnys Gegenwart direkt neben mir spüren.

Er war auf eine gewisse Art immer noch bei uns.

Natürlich konnte ich das erst viel später richtig verstehen.

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Celina lernte ebenfalls zu kochen…

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Als meine Kinder langsam älter wurden, merkte ich, dass ich gerne Nachmittags-Schläfchen hielt… und meine Blase nicht mehr die Beste war.

Ich wurde eben auch älter und immer älter…

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Carolin wurde ebenfalls zum Teenager und sah recht hübsch aus.

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Leider zeigte sich bei meinem ältesten Sohn Patrick ein Hauch von Wahnsinn.

Ich verurteile ihn nicht… inmitten der Apocalypse zu leben,

macht Leute eben wahnsinnig.

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Ich bin stolz auf meine Kinder.

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Aber sie waren immer noch dreckige kleine Bastarde.

Denn es gab kein fließend Wasser…

So viel gab es immer noch zu tun!

Ich war zu alt..

nun musste die neue Generation übernehmen!

Ich brauche mal einen Schluck Wasser,

erzählen hat mich durstig gemacht.

Bis gleich, eure

Elena North

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