APOCALYPSE: Kein Luxusleben

Sul Sul!

Elena North hier.

Ja, ich habe es jetzt gemütlich in meinem Sessel,

aber meine direkten Nachkommen hatten es überhaupt nicht gemütlich.

Ihr Leben war ein Leben ohne irgendwelchen Luxus,

tja…

… um die Wahrheit zu sagen,

es war ein Leben mit den puren Notwendigkeiten,

wenn nicht sogar noch weniger.

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Aber wir waren eine Familie.

Wir hatten einander.

Das galt natürlich besonders

für meine Tochter Carolin

und ihren Ehemann Florian.

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Ah, Florian.

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Ich muss zugeben, am Anfang mochte ich Florian nicht.

Seine Persönlichkeit ist etwas schwierig und gespalten

– er ist düster, kleptomanisch veranlagt, böse…

und will trotzdem die ganze Welt zum Freund haben.

Aber nun ja, er ist der Eine, den meine Tochter wählte.

Also habe ich ihn wohl oder übel als Teil meiner Familie akzeptiert.

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Florian machte… nun, ich kam nie ganz dahinter, was er wirklich machte.

Er sagte, er wolle eine Art Start-Up Business machen, ein neues Unternehmen,

aber kam nur nie richtig vom Fleck.

Wie auch immer.

Ich WEISS, dass er die meiste seiner Zeit vor unserem Computer verbrachte,

mit Videospielen.

Oder Programmieren. Oder Hacken.

Sein Leben verschwenden.

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Nun, ich muss zugeben, er war Carolin ein guter Ehemann.

Er kümmerte sich darum, dass sie genug Essen (und damit, Flüssigkeit) zu sich nahm,

besonders während ihrer Schwangerschaften.

Was lebenswichtig für sie war, und auch für meine zukünftigen Enkelkinder.

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Für alle anderen war Florian einfach nur ein weiteres Mitglied der Familie…

… stinkend wie alle, gestresst wie alle, unglücklich wie alle…

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Manchmal spielte er Schach mit Fabio,

die beiden verstanden sich recht gut.

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 Für Marina und Leo war er ihr Vater,

aber er kümmerte sich nicht groß um sie.

Al sie Babys waren, ließ er die Mutter, Carolin, alles machen.

Als sie alt genug waren, um zu sprechen,

brachte er ihnen die essentiellen Dinge über das Leben bei,

aber meistens saß er einfach nur hinter dem Computer,

und murmelte irgendeine abwesende Antwort…

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Zumindest schlief er mit ihnen im großen Bett, wenn sie schlecht geträumt hatten,

und sich nicht mehr in ihr eigenes kleines Kinder-Bett trauten.

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Sein engster Freund in der Familie war Fabio.

Die anderen, Celina und Patrick, begegneten ihm mit einigem Misstrauen…

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Er wurde älter wie wir alle,

und sein „Plan“ eines Start-Up Unternehmens ging nicht auf.

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Und er bekam zunehmend Kopfschmerzen von seinen „Job“.

Etwas zu lesen (die alten Schinken in unserem Bücherregal), half manchmal.

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Aber er wurde älter…

… und musste schließlich die Erde verlassen,

ohne jemals irgendetwas auf ihr erreicht zu haben.

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Nun, Florian.

Zumindest als Ehemann von Carolin bist du okay.

Wirklich, das bist du.

Geh und mach Carolin in der Geisterwelt glücklich.

Uff, die Geschichte zu erzählen hat mich ermüdet.

Ich brauche eine kurze Pause,

wenn ihr mir eine gestattet.

Ein bisschen auf dem Handy spielen, ‚kay?

Danach erzähle ich gerne weiter.

Bis dann verbleibe ich,

herzlichst, eure

Elena North

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